


Die Sozialhilfe ist das unterste Netz der sozialen Sicherung in Deutschland. Es fängt diejenigen auf, die sich nicht selbst helfen können und auch keine oder nicht ausreichende Hilfe von anderen – beispielsweise Angehörigen oder anderen Sozialleistungsträgern – erhalten. Das sind vor allem Erwerbsunfähige, Rentner, behinderte und pflegebedürftige Menschen. Seit 1. Januar 2005 ist auch die Grundsicherung ein Teil der Sozialhilfe.
Erwerbsfähige Hilfebedürftige erhalten Grundsicherung für Arbeitssuchende (nach SGB II). Beispiele für Sozialhilfe sind die Hilfe zum Lebensunterhalt, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, Eingliederungshilfe für behinderte Menschen und Hilfe zur Pflege.
Regelsätze der Sozialhilfe bis 31.12.2011
Regelsätze der Sozialhilfe ab 1.1.2012
Informationen im Internet: www.bmas.de
Seit 2005 wurden die Städte Bonn und Mülheim/Ruhr durch das – vom nordrhein-westfälischen Sozialministerium geförderte – Projekt „Aktivierung in der Sozialhilfe“ modellhaft dabei unterstützt, für Empfänger von Sozialhilfe passgenaue aktivierende soziale Dienstleistungen zu entwickeln. Ziel des Projekts ist es, eine „Hilfe aus einer Hand“ zu organisieren, die zur Überwindung der sozialen Notlage beiträgt oder den betroffenen Menschen hilft, ihre Teilhabemöglichkeiten auszuschöpfen.
Denn: Sozialhilfe soll keine Sackgasse sein. Auch Empfängerinnen und Empfänger von Sozialhilfe haben Potenziale, die es auszuschöpfen gilt. Derzeit konzentrieren sich die Kommunen – im Zusammenspiel mit den Agenturen für Arbeit – vornehmlich auf die Umsetzung des SGB II („Hartz IV“). Doch auch der Blick für die Personen in der Sozialhilfe darf nicht verloren gehen. Dabei geht es nicht nur darum, materielle Leistungen zur Verfügung zu stellen, sondern diese durch Unterstützung und Begleitung in die Lage zu versetzen, sich möglichst selbst zu helfen.
Die Erkenntnisse der wissenschaftlichen Begleitung des Projekts in den beiden Städten können jetzt landesweit für die Neugestaltung von Leistungsprozessen im Sozialhilferecht genutzt werden.
Folgende Dokumente können heruntergeladen werden:
Abschlussbericht der ersten Phase (2006, PDF)
Tagung im Juni 2007 (PDF)
Materialien der Stadt Mülheim/Ruhr (2007, PDF)
Abschlussbericht der zweiten Phase (2009, PDF)
Abschlussworkshop im September 2009 (PDF)